Skip to main content

Full text of "Die Wiener Handschrift des Herodot"

See other formats


Google 



This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct 

to make the world's books discoverablc online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 

to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 

are our gateways to the past, representing a wealth of history, cultuie and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this flle - a reminder of this book's long journcy from the 

publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prcvcnt abuse by commercial parties, including placing lechnical restrictions on automated querying. 
We also ask that you: 

+ Make non-commercial use ofthefiles We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain fivm automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machinc 
translation, optical character recognition or other areas where access to a laige amount of text is helpful, please contact us. We encouragc the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attributionTht GoogXt "watermark" you see on each flle is essential for informingpcoplcabout this projcct and hclping them lind 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are lesponsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can'l offer guidance on whether any speciflc use of 
any speciflc book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search mcans it can bc used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe. 

Äbout Google Book Search 

Google's mission is to organizc the world's Information and to make it univcrsally accessible and uscful. Google Book Search hclps rcadcrs 
discover the world's books while hclping authors and publishers rcach ncw audicnccs. You can search through the füll icxi of ihis book on the web 

at |http: //books. google .com/l 



Google 



IJber dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Realen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfugbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 
Das Buch hat das Uiheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nu tzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in Partnerschaft lieber Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nie htsdesto trotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche Tür Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials fürdieseZwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-MarkenelementenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppcn zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter |http: //books . google .coiril durchsuchen. 



GM. y-y ,^ ^s-, C 



fiarbarü CoUeJE lifararu 



CONSTANTIUS FUND 



EatHblished by Professor E.A. Söfhocles of Harvard 

Universitjri>r"thepiirchEseofGr«kand Latii 

books (Uie andern clasaics], Dr of ArabJc 

books, t» of books iDustrating or ex- 

plaining such Greek, Laiin. dt 




£)ftmtl888. 



Die 



SStctter ^ant»f(!&rfft i>e« |)erol)Ot 



asom 



S)trcItor Dr Mvl Jlßtc^t. 



\ 



1888. ^rogr. 9lr. 187. 



"f 



^% 



1888. 



'-ws..«^ 




y_ y. , v^ ^S*, (o 




"^ CM4Pt2k,jtiX^ rfL-v 



*-C 



Ptf Pener ionlifditift ki §mM. 



Unter bcn ^anbfd^riftüci^en ©d^äfeen bcr SBiencr §of6i6üot^cI bcfinbct ftd^ ci 
§anbfd^rift bcÄ ^crobot (V, Vindobonensis), bereu SBert unb SSerl^ättntö ju ben übrig 
^anbfd^rtften öon melireren ©elel^rten in jfingfter Qtxt jum ©egenftanb eingcl^enber (Srörterui 
gemad^t toorben ift. ©d^on in ben Salären 1869 unb 1870 l^atte id^ in ber Slbl^anblui 
de codicnm Herodoti fide atqae auctoritate (Nnmbnrgae 1869) ben SBetoeid ju fül^r 
gefud^t, ba^ bie SBiencr §anbfd^rift jugteid^ mit bem ©ancroftianu^ (S), einer englifd^c 
in föanterbur^ befinblid^en §anbfd^rift, unb mehreren jüngeren römifd^en unb ftorentin 
§anbfd^riften jo tt)ie mit ber §anbfd^rift, Ujeld^e ber lateinijd^en Überlegung beS Saurentii 
^aUa JU grunbe liegt, auf eine gemeinfame Siecenfion jurüdEgefütirt »erben mu§, toeld^e t)i 
berjenigen, auf bie brei ältere §anbfd^riften, ber SKebiceuS (A), ber ?ßajfioneu8 (B), b 
glorentinuS (C) jurüdEgefien, öon ®runb auS öerfd^ieben ift. 

®aS SBertüerpltni^ biefer beiben SRecenfionen unb ber auf it)nen beru^enben beib( 
§anbfd^riftenflaffen be^ genaueren ju beftimmen, ^atte \6) mir in ber ermähnten 31 
l^anblung jur Slufgabe gefteHt unb ttjar babei ju bem ©rgebnig gelangt, bafe ber Ztjct b 
5)erobot in erfter Sinie ftd^ an jene brei Ie|tgenannten, Weit au^ älteren, ju einer m 
berfelben gamilie gel^örigen italienifd^en ^anbfd)riften, ben SWebiceuS, ^affioneu 
gtorentinug onle^nen muffe, toäi)xmi> ©oiöforb in feiner fritifd^en Slu^gabe b 
^erobot (britte Auflage Djforb 1843) bon ber Slnnol^me ausgegangen toar, ba§ bie bur 
btn ©ancroftianuS, SBinbobonenfiS fo wie burc^ bie ju ber gleid^cn gamilie geprigi 
§anbfd^riften Vertretene ^anbfd^riftenltaffe bie treuere JBetoal^rerin ber Überlieferung fei, ui 
auf biefe SSorauSfegung feine XesteSconftitution begrünbet l^atte. 

®ie Unfialtbarfeit ber fritifd^en Slnnal^men ®aii^forb8 l^abe id^ barauf in ber SSorrel 
meiner S;aud^niger Xt^an^abt beS ^erobot (Seipjig 1869. 1870) ju ertoeifen Verfugt ur 
bin meinerfettS bei ber geftfteHung beg Z^^ctt^ öorjugötocife jenen brei älteren italienifd^^ 
§anbfd^riften gefolgt. Sie üon mir aufgefteHten fritifd^en ®runbfäge ^aben banad^ b 
SiBigung faft aller f|)äteren Herausgeber be8 §erobot gefunben, infofern aud^ biefe ben %% 
be8 §erobot borttnegenb auf bie genannten brei älteren §anbfd^riften jurüdEgefü^rt l^aben, fo h 
neue Bearbeiter ber SEeubnerfd^en S;estau8gabe §. Äallenberg (Seipäig 1885), ebenfo^olbe 
in feiner fritifd^en HuSgabe (?ßrag 1886 erfter Sanb). Sa felbft §. © tein, weiter ft^ in feinei 
vindiciamm Herodotearum specimen (1859) p* 2 nod& im entgegengefegten ©inne ani 
\ptaä): ^Sancroftianum et Vindoboneusem gemellos libros si minus chartarum literarnn 
que vetnstate at lectionam miriiSea saepe bonitate reliqaos antecedere^ unb ben 

1 



cntfpred^cnb in ben SW. Sol^rbüd^. f. 5ßI)iIoI. 93b. 75 ©. 142 „gegen ba^ einftimmige B^iifl"^^ ^^n 
SV unb ab cd lann ba8 bcr 3 ober 4 onberen (MPFK) nur feiten in 95etrad^t fommen", 
I|at in feinen fpäteren SluSgaben beg §crobot jenen ©tanb|)unft unumtonnben öerlaffen unb 
bie offene ©ritärung abgegeben, ba§, toäfirenb er früt)er im Slnfd^Iufe an ©ai^forb ben 2;ejt 
unter 6influ§ einer interjjolierten gamilie conftituiert l^abe, er ie|t bie SRic^tbered^tigung biefeS 
^ßrincipg offen anerfenne. 

S)em entgegen f)ält ein toie auf manchen onberen ©ebieten ber Slltertumgtoiffenfd^aft 
fo a\xä) auf bem ber ^eroboteifd^en S«^^f^i^"S tü^mlid^ft belannter ®elel)rter, ber SBiener 
Unit)erfttätö^5ßrofeffor SC^eobor ®om|)er5, feine entgegcngefe^te, bereits üor 26 Salären 
auSgef^rod^ene 9lnfid^t (S^itfd^r. für öfterreid^. ©^mnafien 1859 ©. 809 ff.) nod^ big auf ben 
Ijeutigen 2;ag aufredet unb l^at biefelbe neuerbingS in ben ^eroboteif^en ©tubien 
(SBien ®eroIb 1883) mit ©d^arffinn öerfod^ten. 9iad^ toie üor bel^auptet biefer ©ele^rte, 
ba§ bie ^anbfd^riftenflaffe , ju toeld^er ber SBinbobonenfiS, ©ancroftianuS, ber 
ßobej beS SaurentiuS SBatta fo loie mehrere (jüngere) römifd^e unb florentiner §anbfd^riften 
gel^ören, bie ältere unb beffere fei, bafe barum auf biefe ber ^^ejt be8 §erobot begrünbet 
tt)erben muffe. ®teid^ ^ier möge ©rioäl^nung finben, ba^ unter ben genannten römifd^en §anb^ 
fd^riften fpecieH bie beiben tatifanifd^en Nro. 215 (T) unb Nro. 123 (B) gemeint 
finb. ©omperj t|at jur ©tü^e feiner Stnfid^t jefet feinen geringeren jum SSunbeSgenoffen 
afö ben Se^bener 5ßrofeffor 6obet, einen ber befannteften 5ßf)iIoIogen ber ®egentoart. 
©erfelbe l^at bie öon mir aufgeftellten unb befolgten fritifd^en Orunbfä^e, toeld^e aUe neueren 
Herausgeber beS ^erobot faft ausnahmslos gebilligt l^aben, in feinen neueften Slrbeiten über 
^eröbot (in ber tjoßanbifd^en |)PoIogifd^en 3^i^^^ift 9Knemof^ne So. XI. XII) ju be^ 
fäm|)fen unternommen. 

SlHein ©omperj felbft f)at ber Äompetenj jeneS ®elel)rten für bie ©ntfd^eibung ber 
in 8?ebe ftel^enben grage ein red^t bebenflid^eS 3^"9"i^ auSgefteQt, tt?enn er na^njeift, bafe 
ßobet ol^ne SlnfteUung einer genaueren 5ßrüfung bie öon ©tein in feiner erften fritifd^en 
SluSgcbe (Serlin 1871) auSgefprod^cne SSermutung ol^ne tt)eitereS abo|)tiert, nad^ toeld^er 
bie öatüanifd^e ^anirfd^rift Nro. 123 (bon ©tein als codex Bomanas ober B bejeid^net) bie 
befte unb ältefte SSertreterin biefer §anbfd^riftenflaffe fei. ^ätte ftd^ ßobet bie 9Kü^e genom== 
men, bie SeSartcn beS StomanuS (b. i. SßaticanuS Nro. 123) mit benen beS ©ancroftianuS 
unb SSinbobonenfiS ju öergleid^en (für toeld^en 3^^^ aUerbingS ©aiSforbS fritifd^c ?tuSgabe 
unentbel^rlid^ toar), fo toürbe er balb erfannt l^aben, toaS freilid^ auS ben SSariantenangaben 
ber fritifd^en SluSgabe ©teinS abfolut nid^t erfid^ttid^ ift, baj3 bie ßeSarten beS juerft üon 
©tein üerglid^enen codex Bomanas fd^on längft be!annt toaxm unb mit benen beS 
©ancroftianuS unb SSinbobonenfiS fo toie ber biefen t>tttDanbtm römifd^cn unb ftorcn* 
tiner ^anbfd^riften faft burd^gängig übereinftimmen. 3n SSäirÄid^feit toar alfo bie SSergleid^ung 
biefcS SRomanuS böHig fiberffüffig, ba er irgenb toeld^c neue SeSarten, bie nid^t fd^on auS S 
ober V mitgeteilt unb in ®aiSforbS fritifd^em "^ppaxat öerjeid^net waren, fo gut toic gar 
nid^t bietet. 

3Bie ©ontperj rid^tig erfannt ^at, ift QobetS irrige ^nnal^me burd^ ©teinS SRetl^obe 
ber Jßariantencitierung herbeigeführt*), tod^ ®om|)crj nid^t anberS als „imge^cuerlid^'* 



*) SS^ie einft ber SBerfoffer biefer Slb^onblung, fo befd^ett fic| aud^ ©otnpet) über bie tnefä§tenbe 
9lrt unb SBeife, in weld^er @tein bie l^anbfd^rifiUd^en 2edarten angibt; ®. fül^tt ben ^a^w^d, bag butd^ bie 



— 3 — 

ju nennen öermag; er fann „für ein SSerfa^ren, »eld^eö in ber ßiteratur ebenso öcreinj 
bafte^t tt)ie eÄ ©tein eiflentümlid^ ift, feine irflenb ftid^^altige SRec^tfertigung au8finbig mad^ei 

Um biefe l^erbe Jtritif ju öerftel^en, möge man ftd^ erinnern, ba§ ©tein fc^on einn 
(in ber 5tt)eiten ?lu|lage feiner commentierten SluÄgabe be^ §erobot) ebenfalls eine üatilanif c 
^anbfdjrift (nnb itoax bieiSmoI Nro. 215, bamalS afö T bejeid^net) t)orfül^rte unb biefelbe c 
$QU))tffi^rer berfelben ^anbfc^riftenflQffe angab, atö beren ^avipt üon i^m je^t eine anb( 
Datifanifd^e ^anbfd^rift unb 5n)ar Nro. 123 atö codex Bomanns (B) aufgefteüt toixb. 3B 
feiner Qtxt öon mir nad^getoiefen morben ift, bafe jener T burd^au^ mit bem ©ancroftiam 
Jßinbobonenfi^ unb ben öertoonbtcn §anbfd^riften übereinftimme (man öergl. meine Slblianblu 
de codicam Herodoti fide atqne anctorit. p. 33 — 35), gilt genau jegt Don bem neuerbin 
burd^ Stein beDorjugten B (b. i. Vaticanns Nro. 123). 

^at ®om})erj nun aud^ rid^tig erlannt, bafe e^ fc^h)er Derftänblid^ fei, toe^l^alb je 
©tein unb mit i^m 6 ob et gerabe jener öatifanifd^n ^anbfd^rift Nro. 123 (B) bie SRo 
ber güt)rerfd^aft jener ^anbfd^riftenHaffe juerteiten, fo ftimmt er bod^ barin mit ßobet übe 
ein, ba^ bie SRecenfion, toeld^e biefer gamilie ju grunbe liegt, bie ältere unb beffere fei, b 
folglid^ il^re Seöarten bei ber Sonftituierung be^ S^ejteS in erfter Sinie S3erüdEfid^tigu 
oerbienen. SBie ®aigforb feiner Qdt ben ©ancroftianu^ (S), ©tein früher in fein 
erflärenben Slu^gaben ben SSaticanu^ Nro. 215 (T) ate §au|)tfü^rer biefer jtoeiten ffla 
anfal^, tt)ä^renb er neuerbing^ einer anbcrcn öatüanifd^en §anbfd^rift (Nro. 123), b( 
codex Bomanns (B) bie gü^rung jutoeift, fo tt)itt ®om|)erj bor aflen übrigen 5>anbfd^rift 
biefer klaffe ben SBinbobonenfiä (V) berüdEfid)tigt toiffen, toeld^en er für bie toertDoHfte §ar 
fd^rift biefer gamilie anfiel)t. 

Oomperj f teilt alfo (in Übereinftimmüng mit Sobet) jtoei SBetiauptungen auf: 

1) 2)a§ burd^ bie §anbfd^riften!Iaffe, toeld^e bie SVTB unb mcl^rere anbi 
römifdbe unb florentiner ^anbfd^riften umfaßt, ber Sejt beS §erobot treuer betoal^ 
unb überliefert fei ol8 burc^ bie anbere §anbf^riftenfamilie, ju toeld^er bor du 
9Rebiceu3, ^ßaffioneuö, glorentinuä (A. B. C.) gel)ören, unb 

2) ba^ bie toertbollfte unb juberläfeigfte §anbfd^rift ber erftgenannten gami 
ber aSinbobonenfiS (V) fei (alfo toeber ber ©ancroftianuä, ttjie ®ai^forb annalim, m 
ber t)on (£obet üorgejogene SiomanuS). 

SBenn ein fo t)erüorragenber gorfd^er tpie @om))erj, öon bem feit me^r al§ eim 
SSierteljal^rliunbert loertüolle Beiträge jur ffiritil §erobotg geliefert finb, fold^e Slnfid^ten aw 
geft)rod^en unb genauer ju begrünben unternommen l^at, fo mußte e^ mir, ber id^ in bief( 

von ©tein cingefül^rte SRctl^obc ber SBoriantenangabe neuere ©elel^rte, »or allen (SoBet, ju ö5tttg unautreffen) 
2lnna^men »crlettet würben. SefenSroert ift nadj biefer ©cite ^in bie überjeugenbe SSeroeiSfü^rung beS SBiei 
©de^rten in ben l^eroboteifd^en ©tubien I 12—15. — ^vxi^z SSorauSfe^ungen §at aud^ ein anbereS xoxVCt 
lid^eg ^erfal^ren ©teinS aur golge gehabt, ^erfetbe l^ot nämlid^ in feinen Reiben Iritifd^en StudgoBen (18 
1884) ol^ne irgenb roeld^en aroingenben ober erfid^tlid^en ©runb ^iatt ber feit gal^rl^unberten in 9lnn)enbun9 • 
i&rad^ten öeaeid^nungen ber ^anbfdjriften (M = Mediceus, P = Pasaioneus, F = Floren tinus u. fo fc 
feinerfeitS ntut, fel^r wenig rerftänblidje, ja fogar migoerftänblid^e ©igten eingeführt, ©tein beaeic^net, i 
fd^on oben bemerft »urbe, ben SWebiceuS mit A, ben ^affioneuS mit B, ben giorentinuS mit C, «ä^renb 
ben frül^eren fritifd^en SluSgaben ^erobotS mit A, B, C brei ^arifer ^nbfdjriften beaeid^net würben; ben v\ 
genannten SBoticonuS Nro. 123 nennt er B, wäl^renb frül^er allgemein unter R bie äl^eimfer ^anbfd^rift 1 
^erobot (Bemigiensis) oerftanben mürbe, gn ft^nlid^er 9Q3eife fxnb aud^ bie ^eaeid^nungen nod^ anberer $ai 
fd^riften miBttürUd^ geänbert. 

1* 



— 4 — 

@arimtQl})un{t ber ^anbfc^nftenftage fett faft breiig Solaren bie btatnetral entgegengefelte Hn^ 
ftd^t Derttete, burd^aud g^oten erfc^einen, jene betben Don ©ontperj aufgefteHten SBel^auptungen 
im Slnfd^Iug an tnrine frfi^eren Unterführungen einer genaueren Prüfung ju unterhielten. 

Sd^ n)enbe ntid^ iunfid^ft }u ber gn>eiten SSel^auptung, njeld^e (Smaptti (^erobot. 
@tub. I 18) in folgenbe ©ä^e gefaxt l^at: „@* toar ein für ben gortfd^ritt ber ^erobot^^ 
^ritif gerabeju t)er^angnidt)oIIer Umftanb, bag ber am frfi^eften unb bii^ t)or htrsem allein 
genau gelaunte 9te))räfentant biefer jl^laffe einer i^rer fd^Ied^teften, n^enn nid^t gar i^r fd^Ied^tefter 
Ableger ift — ber ©ancroftianuÄ, eine ^anbfd^rift, toeld^e gar oft bie ©puren einer 
SBiUfür jeigt, bie anberen ©liebem be^felben ©ef^led^teiJ fremb geblieben ift unb mitf)in nici^t 
ber gamilie atö fold^er unb il^rem ©tammDater jur 8aft faßt. S)er ©d^reiber biefe^ ©obcj 
ober feiner unmittelbaren SBorlage l^at nid^t feiten iufäQig entftanbene Süden ausgefällt ober 
üertteiftert, ®loffeme unb baS ®Ioffierte miteinanber öerfd^motjen, SeEteafd^äben flbertünd^t unb 
bis ins Ungeireuerlid^e üergröfeert — furj er l^at met)r als einmal ben ^fab öerfd^fittet, ber 
jur Urgeftalt beS 2;eEteS jurüdCfu^ren fonnte. Si^m gegenüber finb ber SSinbobonenfiS unb 

SSaticanuS bie ungleid^ treueren unb naiüeren SBetoa^rer ber Überlieferung unb fragen 

»ir enblid^ nad^ bem S33ertt)erf|äItniS öon V unb B, fo mu§ bie Slnttt)ort alfo lauten: V ift 
ber naiüere unb unbefangenere, mithin ber öerldfelic^erc unb unbefangenere ber beiben 

SBaS ben erften %txl ber ®ontperjfc§en 3;^efe anlangt, fo unterliegt bereu SRid^tigleit 
l^eute feinem Smi^d mel^r. Suc^ id^ glaube in meinen früheren Äbl^anblungen (Philol. XII 
201. XXI 79—100) fo toie in ber praefatio ber Xaud^ni^er ?luSgabe bereits ben ©etoeiS 
geful^rt ju ^abcn, ba§ ber ©ancroftianuS bie unjuöerläßigfte aller ^erobotl^anbfd^riften fei. 
dagegen bebarf ber jtoeitc 2;eil ber ©ontperäfd^en Slnnal^me 

„S)em ©ancroftianuS gegenüber finb ber SBinbobonenfiS (V) unb 
SSaticanuS (ß) bie ungleid^ treueren unb nait)eren öetoalirer ber Über*' 

lieferung unb tjon biefen beiben Qm^tn ift toieberum V ber bcrlä^lid^ere unb 

unbefangenere Stn^t** 
meines ©rad^tenS einer genaueren Segrünbung als fic tjon ©om^jerj berfu^t ift; ^at berfelbe 
bod^ nur ettoa 8 ©teilen beigebrad^t (öergl. §erobot. ©tubien 1 18. 19), auf tod^t er feine 
SSeöorjugung beS V bem jur gleichen gamilie gehörigen S gegenüber ftfißt*). 

©afe jur ©ntfd^eibung ber grage nad^ bem SSertDer^ältniS beS V unb S unbebingt 
eine neue SSergteic^ung ber frül^er nur mangelhaft üergli^nen SSiener ^anbfc^rift erforberlid^ 
fei, ^abe ic^ toieber^olt, julefet in ber SRecenfion ber jtoeiten fritifd^cn SluSgabe ©teinS (Serlin. 
|)Pol. aSod^eufd^rift 1885 ©. 1090 ff.) auSgeftJrod^en. S)iefem ©rforberniS f)at «Ifreb 
^olber in feiner neuen Iritifd^en SuSgabe beS §erobot, bercn erfter 93anb (Sud^ I— IV ent^ 
^altenb) bei gre^tag in Seipjig 1886 erfd^ienen ift, teiöoeife entfprod^en. SBir lefen bei il^m 
p. VI ber praefatio: codicem Vindobonensem ab Emesto eqaite von Birk bybliotbecae 
Palatinae Vindobonensi praefecto summa liberalitate transmissam ipse contali. SnbeS 
l^at biefer ©ele^rte ju ber ©treitfrage, ob bie SBiener §anbfd^rift bie i^r t)on ®om|)era ju* 
erfannte SSetJorjugung berbiene, bebauerlid^er SBeife nid^t ©tellung genommen. 

S)a §olberS »uSgabe nur bie erften öier JBüd^ umfaßt, fo f)aht id^ meinerfeitS 
neuerbingS jur ©ntfd^eibung ber ©treitfrage fotool^l in biefen als ben übrigen fünf Supern 



*) aSon bem IQerl^ftltnid beg V ium RomanuB (R) rm^ l^ier ootläuftg abgefel^en werben. 



— 5 — 

ben SSinbobonenftd einer forgf&ltigcn Prüfung unterjogen. S)urd^ bte gütige aSermittlun 
©r SjceKenj be* §erm <£ultu8miniftcr8 üon ©ofetcr ttnit mir im ©eptember 1885 bie g( 
nannte iponbfd^rift t>on ber SSerkooItung ber 5taiferl. ^ofbibliot^f auf fed^d Bödmen ju nähere 
ffiinfid^t überlaffen; im folgenben Satjre (1886) ^abe id^ bama(| auf ber SBiener ©ofbiWiot^ 
felbft bie JBergleid^ung ber §anbfd^rift in ber §auptfad^ öoHenbet. 3)a» ©rgebni« meine 
?ßrüfung ift golgenbe«: 

S)er t)on mir bereit« i. 3. 1857 eingefe^ene (ögL Philol. VI 207), aber bamal» nid§ 
öerglid^ene Vindobonensis trägt bie Slummer LXXXV; berfelbe gel)örte urfprüngtid^ in bi 
bibliotheca Budensis bed RänxQi äRatt^ia« Sorüinui^, nad^ beren Sluflöfung bie ^anbfd^rif 
t)on So^anne» ©ambucu«*), bem bie SSKener SiWiotl^e! einen großen sieit i^rer §anbf(§riftei 
öerbanft, mit öielen anberen §anbfd^riften berfelben D^ner Sibliot^ef für bie Sßiener ©ibliot^c 
angefauft tourbe. ©ie ift forgfättig unb fauber auf SaumttJoHenpa^icr gefd^rieben, bürft 
aber, toie auÄ mand^en äußeren Snjeid^en, inSbefonbere aud^ auS bem folgenben, bem ?lnfan( 
be« britten öud^eÄ entnommenen gacfimile mit SSa^rfd^cinlid^feit gefd^loffen toerben lann, laun 
über ba8 XIV. Sa^r^unbert l^inau^reic^en: 






*) ftaer i^n giBt ber Jtotolog folgenbe KuSbmft: Joannes Sambaons Pirnayiensis Pannonina 
imper. Maxim. 11 et Badolf. 11 consiliarins, historiotu, mediooB, qni a. 168i Jd. Jnn. Vindobonae 
apoplexfa obiit 



— 6 — 

^ie 93etgletd^ung ber Don mir auf il^ren äSert ge)^rfiften Sei^arten bed SStnbobönenjtd 
ergab, bog btefe ^anbfd^rtft an fe{)r fielen ©teilen in Übereinfiimmung mit A unb B bai^ 
SKd^ge bietet, n)al^renb bie abtoeid^enben Sedarten bed S ftd^ afö briKfürlid^, oft l^öd^ft ge« 
toaltfame Änberungen l^erauSftetten. 

©0 lefen n?ir im erften SBud^ in 



V 

0. 1. äXkfjoi 




S 
äUoioi 


„ 11. XTclveiv 




änoxxelveiv 


„ 33. äjua'&ea 




äjua'^iljg 


„ 118. iv iXaqjQcp 




iXatpQcog 


„ 124. nsiQT^aovrai 




noirioovxai 




im jtoi 


eiten iöud) 


C. 11. fj fie (ftatt ? ipti) 




ol/iae 


„ 33. rd/jivcDv 




xifivei 


„ 37. d'EQOJievovoi 




'^eQanevovxeg 


„ 86. ÄaT^arae 




xaxaxexdxcLxat 


,, 120. ojrrAAAvrro 




djioXoivxo 


„ 121. ainfi 




avxijv 


„ 129. xexQVfiivov 




xexQvy/Jsvov 


„ 131. Aeyovöt <pkvrjQiovteg 




Xeyovxeg q^kvrjQiovai 


n 151. XQVffM'O^ 




XQrjcfXTjQuyu 


„ 169. jraard^t 




dajidvfi 


„ 173. xarioxoDTtte 




xaxexojriE (\o aud^ E) 




im britten SBudEi 


0. 11. Tq5 ^dv^y 




xov 0av€a 


,, 24. i^ofioiovvreg 




iiojuoiov/ievoi 


„ 35. q)aveovrai 




(paivovxai 


„ 52. jrAocov 




TtXoicp 


„ 57. o/^ota 




ö/wiog 


„ 78. 7tei'&6fi£vog 




Ttvädjüievog 


„ 98. djr' ov 




an! wv 


„ 108. xaxayQÖLcpcov 




xaxayvd(p(ov 


„ 127. xaxakafjujvieog 




xaxaXafjmxeov 


„ 131. JiQonoi /ihr KQotoyvifjiai ItjtQ 


ot ^>lc;/ovTO TiQ&Toi /UV KQOxoyviTJftm irjxQOi evöoxl/xrjoav 


ävd Tfjv 'EXkdda dvai 




xal ävd näoav xfjv 'ElXdda evqyqfuQovxo 




im t>i( 


irten Sud^ 


C. 35. aTToddv 




onovddv 


,, 75. xarajrAaoTw 




xaxcmXaoxriv (aud^ R) 


„ 80. ©ö^j^eg 




Zxv'd^ai 


„ „ vd/tovg 


- 


yd/btovg 


„ 97. yvcojütfjv 




xaxd yvcojüLrjv 


„ 115. äjiooteQtjadaag nnb dfikrjaafjLevag 


äTtoöxsQT^oaoai unb di]Xr)adiJ£vai 



— 7 — 



S 



c. 119. oi 7t€ia6((o?)/4£^a 




(yöx olo6fJL8^a 


„ 121. näaai 




Ttdaag 


,, 172. jLifjdiy 




ovdev 


„ 192. dvvarai 




dfjXoT 


„ 195. &va(palvexai 




ävaq)€Q€i:ai 




im f 


ünften öud^ 


C. 36. Snetd'e 




ETtelo'&r] 


„ 58. rdioi xal änavteg xqio 


vrai 0olvix€g xovrotoiv ixQicovto xaidneQ xal änavreg 






XQeovtai 0olvixeg 


„ 69. drjjuov 




dri^co 


„ 72. ^laayÖQfjs 




^AQUjraydQtjg 


„ 108. TtQOodÖxifJLOV 




doxijuov 


„ 111. noXefxrjia 




TzoXejuijia Sgya 




m fed^ftcn SBud) 


C. 12. xexQVfievoi 




rexQifJLfxevoi 


„ 37. juerievcu 




ne/jmeiv 


ff 44. JieQiioTte 




Tiegieneae 


ff 60. naQaxXriovoi (kB Jiaga^ 


ckrjiovoi) 


TtaQaxXvovai 


„ 69. dvo% 




ov xakcog 


„ 73. Adcöt^ fAB c5^^^; 




d)Q'&dy9rj 


„ 83. ix^QW'&ri 




ix^iQ(o&ri 


„ 100. ixXmeXv rfjv nöXiv ig rd 


äxga 


ixXmeiv rrjv nohv xal eX'&eiv ig rd äxQa 


ff 101. diaqwkd^aiev 




nsQKpvXd^aiBV 


„ 103. vTielaarzeg 




Tieloavreg 


„ 112. t6 ilfijatüv 




Tcbv Mrjdiov 


,, 128. ovveoxoT 




ovviaei 


„ 133. xaredrj/btivovg (V P) 




xareiXrjfjL/jievovg (AB RS) 




im ficbcnten Sud^ 


C. 13. jLieTadedoyfiSvov 




jueradedoyjuivov 


„ 16. ijtiTeXevjLiivcov 




ijtiTeXXojLiivcDv 


„ 32. ^Acor & "Aßvdov 


• 


iXwv ^Aßvdov 


ff 35. OTi^avrag 




Ceviavrag 


„ 62. ioeadxaro 




iretdxaro 


„ 86. &c7ra)r 




uuiovg 


,, 103. §^a 




ÖQäxe 


„ 139. Tov ßagßdQov 




xayy ßaQßdQCOv 


,, 158. noXkdg 




TtoXvg 


ff 162. oreQioxo/iivtjv &v Tijv 


'EXXdda 


xfjg xal av/btjuaxt^v oxeQtaxojtiivfjg 


icovrov avjbi/jiaxltjg 






„ 172. cSff ^e^^cfav 




wg dh Sdo^av 


„ 177. '/ai^^itoi; 




axQaxov 



— 8 



c. 



tt 



c. 



n 



n 



10. avxGyy 

19. i(OVTG}V 



19. &g 

53. ineiQcbvro 

85. äjiecröi (&Tt6 ioroi) 

98. jiaQaxexQijuSvov 



S 

im ad^ten SBud^ 
int neunten SBud^ 

ix 

ijieiQcoroDv 



OLTlOOtOl 

jiaQaxexQVjLipiSvov 

3n fömtlid^cn üorgenannten ©teHeii l^at bie SBiener §anbfd^rift (V) im (Scflenfafe 
jum ©ancroftianug (S), an einigen ©teilen and) im ©egenfafe jum SRomanu» (R) bie 
rid^tige ScSart ittoa\)xt, toeld^e jugleid^ anä) öon A B überliefert ift. 

hieran fd^Iiefee iä) eine 3«föinmenfteIIung foId)er ©teilen, in toeld^en V annäl^ernb 
baS SKd^tige erl^alten ^at, treu bie (üerborkne) ßegart ber SKutterl^anbfd^rift toieber gibt unb 
bie erfte ®pux ber SSerberbnig auftpeift, toä^renb S (jutoeilen aud^ R) auf eigene §anb bie 
leicht öerborbene ße^art beg ©tammcobej ^ier unb ba glüdEIid^, in ben meiften göKen aber 
un^dlöotl ju änbern unternommen l^at. 

e§ bietet 



I 73 y^v ijii'&vfjicbv l/xeQcp (A B rid^tig 
yrlg l/xeQcp). Su bem ©tammcobej 
i)on V S toar ju l/A£Qq) baS ®loffem 
hcidvfMov gegeben unb barauf yr\g 
in yrjv geänbert*). 
c. 82 avv&evoi 

ftatt be§ rid^tigen ovr&ifievoi (AB). 

c. 111 icoQ'&cog 
ftatt be^ rid^tigen ico^cog (B). 

c. 114 fiexrix^ 

ftatt beS rid^tigcn juexei'&rj (AB), 

II 100 i^egyaro 

ftatt be^ rid^tigen i^i^yaoro (AB). 

c. 106 ig (pcoxai äviQXovxai 

ftatt beS rid^tigen & 0(6xaiav cQxovrai (AB); 

R faft tüie V ig qxoxai &veQXOVxaL 
C. 170 EQ^Ofievr} (aud^ R) 
ftatt beS rid^tigen iQyaojüLevrj. 
III 53 xaraefiaarroc 

ftatt be^ rid^tigen xaTaireöarrog (AB). 

III 61 elodycov 

ftatt beä rid^tigen ehe äycov (AB). 



yfjv invdvfjLibv fj/Liegov 



avv&evreg 



OQ'&cbg 

i/ixxoux'&f} 

iiegydaaro 

iqi' CO xal ävsQXOvrai 



äQ/LCOOfJtivt] 

xaxaQEoavTog 
etodyei 



*) 2)iefe ©teile fon)o§l »ie nodj 3 attbete: IUI. II 106. JII 61 fwb Bereits »on ©otnpera angeführt. 



— 9 



S 



ebtdvra igieiv 

btiQQseiv 

Idvri 

iqHxvtd^eto (aud^ R) 

dieTtiOTsvce 
7ievxivi]g 

xdxpQOv 

äjte&tjxe 
ht rate 



III 63 inihov Blne 
ftott be« rtd^tigen bu^ijLLevov eJnai (A B). 
R: imifievov dnai 

III 76 huiQi&v 

fiatt be^ rtd^tigen inixetgieiv (AB). 

IV 14 övri (and) R) 
ftatt bc8 tid^tigen t6m (AB). 

IV 124 i<pavxd^rfro 
^tatt bci^ rid^tigcn i(pavrd^ovTo (AB), 

IV 79 di€7tQ^<nevo€ (AB Inoi/jarevoe). 

IV 195 Ttdixfjg 
ftatt bcd rid^tigen UieQixfjg (AB). 

IV 201 rd^pßiyvov 

ftatt bc^ rici^tigcn tdtp^v (AB), 

IV 201 veox^ovv 
ftott be§ rtd^tigen veoxßiovv (AB). 

IV 201 djr^xTfievc (aud^ R) 
ftatt bcS Ttditigcn biixeive (AB). 

V 88 S(5 rc -^ov 
ftatt bcÄ Ttditigcn & tc rrfacw (AB). 

VI 49 djuxEaxo 

ftatt bcö rtd^ttgcn btexeaxo (AB). 

VI 128 efdyß^y v^cwy (au(^ R)' 
ftatt bcS rid^ttgen iSayivicov (AB). 

IX 27 ä^e ehijLiev (aud^ R) 

ftatt be^ rid^tigen ä^iol elfiev (A). 

©ritten^ gcl^e id^ jur Sel^anblung bcr jal^Ircid^cn ©tcHcit über, an tocld^cn, fei e^ 
burd^ ein im golgenben toieber^olteS SBort, fei e^ burd^ eine toieberfc^renbe gleid^e SBort^^ 
enbung (^omoioteleuton) in ber ben ^anbfd^riften V R S ju grnnbe liegenben aKutter«= 
^anbfd^rift eine SüdEe entftanben toar, toeld^e V (meiftenS an^ R) al^ fold^ nic^t erfennen, 
toä^renb ber nid^t ungelel^rte ©d^reiber be8 S, bem eS nid^t Verborgen blieb, ba§ burt^ ben 
?luSfaIl mehrerer SBorte ber ©inn geftört fei, bie fifidfe breift auSiufüIIen toagte. ©o toar 
VII 10 burd^ ein im folgenben tt)ieber!e^renbeg SBort (diayivcooxo/iiev) in bem ©tamm^ 
cobej Don V R S eine SüdEe entftanben. V unb R fpringen ol^ne toeitereS t)on bem erften 
diayivcboxofiev jn bem SBorte über (xbv ä/ulvco), toel^eS auf baS in ber näd^ften S^^c 
ftel^enbe dmyivd^oxofiev folgt, toä^renb S, toeld^er bie bur(| bie Südte t^ernrfad^te ©innftörung 
ridl^tig erlennt, ben äu^fall proprio Marte ergänjt. 3n S lauten nämlid^ bie Sejttoorte alfo: 

ov diayivdSoxojüLev töv ä/uivco' hteäv di ovyxQlvtjtai, x&te §^oxa yivfboxofisv, dagegen 

laffen A B, in bereri ©tammcbbej jene ßüdEe nid^t öorl^anben toar, auf bie SBorte &07ibq rdv 

XQvadv xbv äxiJQaxov, avxiv /ih bi^ icovxov ov SiayiV(6axo/iev (bie fl^ aud^ in V R S 
finben) folgen: ijiedv dk TtoßoxQlipco/iev äXXq> X&^^^f diayivc&axofiep xbv &iutv<o, toaS alS 

ürfprünglid^er Sejt \>m allen Herausgebern önerfönnt ift. 

2 



&juxoi(no 



lidycov vtwv 
&Qftl toijjsv 



— 10 — 

@tner nod) fd^Iimntercn Interpolation begegnen lotr c. 186 beffelben 93ud^S. 2>ort 
loar ebenfalls butd^ ein im folgenben toiebe^l^oltei^ SBott (fWQidöag) in bem ©tammeobes ber 
auf bie flleid^c SRccenfion jurfidEfül^renben ^anbfd^riften V S*) eine Sftcfe l^cröor gerufen, inbem 
ber 9bfd^rei6er t)on bem erften fivQtddaq fofort auf baS äBort überfprang, toeld^d auf ba^ 
in ber näd^ften 3^^ M n)ieber]^olenbe fivQiddas folgte (xal). S93ä^renb bem ^bf d^reiber bed 

V bie Sfide berborgen bleibt, unternimmt eS toieberum S^ ben SludfaU fäffti in bedEen. SBei 
il^m lautet ber toiHfurlid^ interpolierte 3;cjt biefer ©teBealfo: (ixnXtfQovai tag loag) fivQtd- 

dag' d>g ovfAßalveiv ylvea&ai, nivxa r6v aTQardv fxvqMag Tteytaxoolag Tcal tQidxovta xal 
Xdiddag TQug xal ixaxovrddag ovo xal dexddag dvo ävögcav, tdv fjyaye 6 Sig^tig- ©aS 

Urfpränglid^e ift aud§ l^ier toieber bon A B überliefert (bmhiQovoi rag toag) fAVQidöag 

ixelvfjöi. Ovrco nevrrjxoclag re jLtvQiddag xal etxooi xal dxrco, xal x^^^<^S rgeig xal 
ixaxovrddag Mo xal dexddag dio ärdgaw ijyaye 6 SiQStjg* 

QtoA anbere ©teilen ö^nlid^er Slrt finb bereite üon ©ontperj in ben l^eroboteifd^en 
©tubien I 18 bel^anbelt. III 148 toar burd^ ba8 §omoioteIeuton inaxovoavreg unb ha^ 
fpäter folgenbe aayrjvevaavreg in bem ©tammcobej üon Y B 8 eine Sude l^erborgcrufen, 

V unb B gelten fogleid^ bon vnaxovoavreg auf ba8 l^inter aayYivevoavreg folgenbe SBort 
(ol üigoai) über, laffen bat(er bie burd^ A B treu überlieferten fflSorte l^ex'fiQviav Maidv- 
dgiov. Tijv dk Sdfiov aayrjvevaavrsg au8, o^ne ju bemerfen, ba§ burd^ ben Slu^fatt ber^ 
felben ber ©inn üoUftänbig geftört ift. S)er ©d^reiber beg S, toeld^er bie ©innlofigfeit er* 

lennt, gibt bie breiftc Sntcrpolation: vnaxovoavreg dnenefmov ol dk IleQoat TtoQedooav 

üvXöacovri HdjLtov, SQrjjuov xxL (o^ne oayrjveöaavreg), SBie in ber befprod^enett ©teile gaben 
aud^ IV 183 bie furj auf einanber folgenben, faft gleid^Iautenben SBorte AlMonag unb 
Al&UmEg Slnlaß, ba§ bie bajtoifd^en liegenben, t)on AB .betoai^rten SBorte '^gefiovoi rom 
re^QbtJioiai ol yäg TQwyXodvrai in ber ^anbfd^rift, au^ toelc^er V B S abgeleitet ftnb, auS*» 
fielen. SBä^renb in V (toal^rfd^einlid^ aud^ in B) auf Al^lonag gleid^ bie SBorte n6da^ 
rdxunoi folgen, tooburd^ ber ©inn ööHig jerftört toirb, bietet S bie ©infd^iebung: Äl&hnag 

yeixovevovoi, ol nödag rdxunoL 

Qvtf)m toir ba^ ©rgebni^ au8 biefer breifad^en gnfammenfteHung, fo l^at 

V 

1) in na^ju 100 ©teilen in Übereinftimmung mit A B bie rid^tigc, toon fämtlid^en 
neueren Herausgebern aufgenommene Seöart betoal^rt, toäl^renb S an bercn ©teile ein leid^tereS, 
toiHfurli^eg ©loffem fefet, 

2) in ettoa 23 ©teilen bie erfte ©pur ber SSerberbni» nad^ ber i^m üorliegcnben 
2)?utter]^anbfd^rift treu toiebergegeben, ol^ne ben SSerfud^ einer i^m ettoa finngemäfe erfd&einenben 
^ttberung p mad^en, eine ßw^fttf^öltung, bk S nid^t beobad^tet l^at; benn an fämtli^en 
©tejien biefer Slrt finb ©onjefturen bon i^m genügt, bie ebcnfo ttjiHfürlid^ toie unhaltbar finb. 
S)em entfpred^enb finb 

3) in V SüdEen, bie fein Sbfd^reiber in ber il^m borliegenben ^anbf^rift borfanb, 
unberpUt »iebergegeben, o^ne bafe irgenbtoie ber Ißerfud^ gemacht tourbe, biefelbeft leiblid^ ftrai* 
gemäg an«äufünen. «ud^ in berartigen ©teQen (toie III 148. IV 183. VII 10. 186) finb 
pon S Snterpolationen eingefe^t, bie fid^ ate fold^e mit ®bibenj fennjeic^nen. . , 



*) SBalJrfd^cinUdJ l^at aud^ E biefe Äüde, ho^ läfet . unö bie ©teinfdje SJanatttenaufamtnenfteOunö IJiet 
wie öfter im @tidj. 



— 11 — 

^iermti^ folgt unbefireitbar, bog toir in V einen befferen unb juberläf fixeren 
SSertretet ber itoeiten ^anbfd^tiftennaffe l^aben als in S, toai t^on ®om))ei% n^ie t)oh mir 
ubereinftintnmtb anerlannt ifi Sa, i^ bin fogar geneigt im Sinfiang mit bemfelben ®t^ 
lehrten bie toeitere ^rage nad^ bem SBertt)erl^ältni8 Don V unb R bol^in ju beanüoorten, ha% 
V t»or R ben ISotrang beanff^tud^n barf. 2)enn n^enn aud^ bie SeSatten beS leiteten faft 
burd^gängig mit benen bed V äbereinftimmen, fo finb bod^ anbterfeitS ber ©teilen nid^ 
tomit, in xod6)tn fid^ R an S anfd^Uegt. @o bieten 5. S. II 173 B toie S xarixoTtte, 
tt)äl^renb V baS rid^tige xcniaxcome f)at; ebenfo ftimmen R unb S flberein 

IV 35 (anovddv), V anod6v 
IV 75 (xaxanlaoT'/iv) , V xaxanXaaTvv*) 
VI 83 (ixeiQd^), V ixvQd>^ ' 
VIII 10 (atpiv), V avr&v 

SBüS aber ben cod. Romanas (R) nod^ aufeerbem aW ungeeignet erfd^einen laffen 
bürfte, aU §aul)Ö)ertreter feiner ^anbfd^riftenflaffe ju fungieren, ift ber Umftanb, ba§ baä 
fünfte Söud^ in biefer ^anbfd^rift ganj fe^It. SJian fielet aud^ barauS, toaS öon ©obetg 
93el^au|)tung ju l^alten, bie er in ber Mnemos. N. S. X 400 gelaffen auSfprid^t: ceteri 
Codices pmnes (namlid^ auger A B als äSertretern ber einen ^anbfd^riftenflaffe unb R 
als SSertreter ber anberen) et qoidqaid scriptararam ex iis congestmn est^ citra damnnm 
abiici possunt et vel in ignem coniicL 

S3iS fotoeit befinbe id^ mid^ alfo l^infid^tlid^ ber Beurteilung beS SBertüerl^altniffeS 
ber SBtener ^anbfd^rift mit ©omperj in iJoHer Ubereinftimmung. SBenn berfelbe aber an 
erfter ©teile be^au:ptet (f. ©. 18. 19), baß burd^ bie ^anbfd^riftenllaffe, toeld^e bie 
^anbfd^riften VSRT unb mel^rere anbere römifd^e unb florentiner ^anbfd^riften umfaßt, 
ber %tii beS §erobot treuer beteuert unb überliefert fei als burd^ bie anbere 
^anbfd^riftenfamilie (ju toeld^er öor aUen SKebiceuS, ?ßaffioneuS (A,B) gel^ren), 
fo ^at er ben SSetoeiS für biefe Slnnal^me in leiner SBeife ju erbringen öerfud^t; er 
öertröftet unS öiclmetir auf ßobet, „ber toeitere ©rörterungen über biefen ®egenfianb in ÄuS*' 
fid^t fteUt" (Mnemosyn. N. S. p. 400). 

SKeinerfeitS glaube id^ bie Unl^altbarleit biefer Slnfid^t, toeld^e aud^ ber (SaiSforbfd^ep 
SIesteSconftitution unb eine S^xt lang aud^ ben früheren Auflagen ber ©teinfd^en commentierten 
SluSgabe ju grunbe lag, burd^ meine brei Slb^anblungen (1. Philol. XXI 82 ff. 2. de 
Herodoti codicam fide atque auctoritate, 3. praefatio ber S^aud^ni^er S^tauSgabe) jur 
Genüge em^iefen unb bie SRottoenbigleit barget^on ju ^aben, baj|, toit id^ eS aud^ guerft in 
meinen erftärenben SluSgaben beS §erobot (Seipä. Seubner) fo toie in ber Xaud^niler iegt* 
ausgäbe tl^atfäd^Iid^ burd^gef ü^rt l^abe, ber l^eroboteifd^e %tst fid^ in erfter Sinie an bie loeitouS 
ältere ^anbfd^riftenüaffe, beren ^au|)tOertreter ber Mediceas (A) unb Passioneds (B) finb, 
auf daliegen mug. 

©ämtlid^ ©lieber ber jtoeiten (jüngeren unb fd^Ied^teren) ^anbf^rifteuHaffe fuhren 
auf eine Stecenfion jurüd, bie an fd^toeren @ebred^en mannid^fa^fter Slrt leibet. 3)al^in red^ne 
id^ bcfonberS bie überaus grofee änjal^l öon Süden unb abfic^tlid^en SluSlaffungen, an 



*) $o&erd Slngo^e: „xatojtAatni^v ß" ift na^ ntehtet €oSation unvid^; V l^ietet beuttid^ 

xcnanXaaxiv (^ofew ^^djnet mit ß bie il&mm|Hmmttttg pon BSV). 

2« 



~ 12 — 

toeld^en ber ben ^aitbfc^riften tiefer JKaf(e ju gtunbe Uegenbe ©tatnmcobe; ilbetteid^ ift, fo 
toit bie SSerfuti^e, jene Säden ju ergänzen unb ffinftltd^ ;u üerbeden. 

Set^eleioetfe fel^It in VSBT unb ben t^emanbten JpQnbf^rtften ber ®d^(uB t)on I 45 
(/u£ydlq> xoj^ato rov naiddg ktxtQfifxivoQ). gwt ^crftcKung beS S^fonunen^ngS ift im 
Stommcobes biefer ^axscüxt fiatt bed unmittelbar t)or^erge^enben h niv^ex (loie üon A B 
tid^tig flberliefert ift) Iniv^ei gefd^ricben, tooburd^ bic Sücfe notbfirftig berfleiftert ift. 

3n bemfelben f&nd) feilten jener §anbfd^riftenfamilie o. 46—52 unb c. 58—68. ®er 
Slnfang \>on c. 53 unb txm c« 69 ift aldbann in ben zugehörigen ^anbf^riften jur fgtt^ 
fteHung bei^ 3^f^^^^n^<^i^8^ leiblid^ umgeftaltet. @o lautet ber Anfang Don e. 53 in VBS 

a(fo: roToi dk Ttsßjutofjiivoiai xi^qv^i jLterä dd>Q<ov xouwxa hexiXXtto igonäv unb üon 0. 69: 
xal di} Hai i^btefAxpe lg SndQxriVm 

ebenfalls im erften 8ud^ finb in VBS auSgelaffen c. 93, 3 big c. 94, 3 
(ev — HoxojtoQvevovai). ?ln ber le^teren ©teile ift ferner in benfelben ^anbfd^riften eine nid^t 
uner^eblid^e Snberung Vorgenommen, inbem ftatt ber aui^fülirlid^en (Srjä^Iung, meldte burd^ 
bie älteren ^anbfd^riften (AB) fiberliefert unb t)on fämtlic^en ^erau^gebem afö ed^t anp 
erlannt ift, atö magerer (Srfafe für ben längeren Slbfd^nitt (c. 94, 3) ngdhoi dk äv^Q^Tumf 
big jum ©d^Iu§ beg ffiapttete (TvQotjvovg) fid^ in VSB nur folgenbeg finbet: Ävdol yäQ üi 

xal TtQWToi nalyvia i^evQia&ai liyovrai nagä 'EU/fjvcov röv re xvßcDv xal rcov äaxQaydXoDv 
xal xfjg aq>aiQr]g xal x&v äXXwv Jtaaioyy naiyviicov rd sTöea TiXrjv neoo&v. 

3n ä^nlid^er SBeife ift t)on c. 96 — c 101 in jenen §anbfd^riften nur eine lurje 
Snl^aftgüberfid^t gegeben. ?(n ©tcHe ber augfü^rlid^en , burd^ bie ältere §anbfd^riftenHaffe 
überlieferten ©arfteDung, toie eg gefommen, bafe bie 5Keber ben 3)ejotcg jum fiönig toäl^Iten, 
bieten bie ^anbfd^riften VBS ftatt be« längeren »bfd^nittg (t)on kQao'»Elg c. 96, 3 — Trjg 

fjQXs c. 100 fin.) nur ^^IgenbeÄ: öiA &v rfjv Icdvtov evvojultjv ißaaiXeve Mijöcov^ noUovai 
dk ravta ol Mfjöov obcodo/jiiovoirs otxodojj^tjßiata jbieydXa xal doQvq)6Qovg avrcß inttginovai 
Ix ndvTtov Mrjöoyv xaxaXiSao^at ngdg rd fxi] doUvai naqä ßaodia jbLrjdiva ovyx<OQieiv, 
dC äyyiXcov dk ndvxa ;fß&otfa«, 6Qäo'9ai dk ßaoiXia vnb /itjöevog' nqdg re romoiai hi 
yeiav re xal nrveiv ävrlov xal änaoi elvai rovrö ye ataxgdv. ravra dk negl iayorbv 
Ttoiiovrai, Sxcog jui] ÖQOJvreg ol ö/iiljXixeg idvreg xal ovvrQoq)Oi äya'&ol re xal SXxifWi 
hmeotaro xal bußovXevoiev. 

aud^ 0. 138, 3 ift in ber jüngeren ^anbfd^riftenllaffe mit JluÄlaffung be8 längeren 

©ü^ noiJxav jukv — htupiQovreg (nad^ öevreQa dk rd dq>etXetv XQ^^) ^^^ S^^fl^^^^ (^^^ 
0; 140, 4 ilxvty&fj) furj fo jufammengejogen: xal rd lg nmajuidv hovQieiv ij mveiv f} 
Xf^<K Ivanovi^eo'&ai fj SXko n noiieiv. aißovrai dk nota^wvg ndvrcDV (jMioxa, rd dk 
oivdfjuna rofv üeQaicov ndvra reXevr&ot lg r&vrd y^dfifw., rd AcoQiieg fJtkv oäv xaXlovai, 
^looveg dk afyfia. ov TiQ&ceQOv dk nag^a&toyy ^djnerai vhcvg, Ttglv äv in^ ÖQvv9og tjxwdg llxvo^. 

©nblid^ finb öott 37 Sa})itel beffelben Sud^Ä (o. 140, 4 Mdyavg big c. 177, 5 
InifAv/ioofjuu) in ben §anbfd^riften ber jüngeren JRecenfion mit ben fünf SBorten: ravra /ih 

VW oSra> reXevtat abgetl^an. 

«I« le^teg ®etfl)iel berartiger »erberbni« toiK id^ nod^ VIII 22 onfül^ren, too 

butd^ AB atfo fiberliefert ift: IjtoQeiSero negl rd Tt&n/m üdaxa Irrd/iivcov h rötoi Xt&otai 
yQdfXfxara, rd layyeg, hteX'&dvreg rfj vcregalfj fifJi^tl Inl rd lAgrejuIoiav , bieU^amo' rd dk 
yodßifMata rdie llsye. 3)affir l^eifet eg in VSB lurj: btogeAero negl rd n&ti/M ddara 
IvrdfAVfüv Iv rdiai Xt&oiai yQdju/Mxxa Xfyovra rddt. 



— 13 — 

SBilüätlid^e unb abfid^tlid^e SuSIaf^ngen (o^ne toeitere Stganjung) finben fid^ m 
VHS T no(§ 1 73-76. 77-79. 92. 103-106. 1 10. 126. 131. 133. 135. 136. 181-183. 191. 196. 199. 

%6er auä) irrtumtid^, unabftd^tlid^e ^uSloff ungen , bte meift baburd^ entftonben, 
ba^ im folficnben ba»felbc ©ort ober eine gleite Iffiortenbung toieberfe^rtc, finben ftd^ in jener 
^Qnbfd^iftenfamilie in großer ÜRenge. SXid obinenbe S!uge bed Xbfci^reiberd f))rang ju bent 
gleid^en, im fotgenben fid^ n^ieberl^olenben SSorte über, jo ba^ jomtlid^e äSihrter unb @ä^ 
au»fiden, tod^ ffoi\(Sfm bem SBort unb feiner SSieber^olung ftonben. @o gab I 14 (imäoi 

di (Axoi h x0 KoQiv&liov ^cavQ(p axa'&fjLibv Ixovteg rgn^xorra xikoema" dhf&ii dk Xdytp 
X߀Ofiirq> oi Koqiv^Icdv tov öi]ßioolov itnl ö ^oavQdg UM Kvyfiiov) bod Sßort 

KoQiv^l(ov, todi^ fid^ in einer ber fotgenben Qvlm toieber^olt, SSeranlaffung, bo§ ber 
Slbfc^reiber ht& ©tammcobe; biefer ^anbfd^riftenfiaffe auf bad itotiit Koqiv&Uov überf^rang 
unb auf iv xcp Koqiv&Uov gleich tov drf/Luxjlov folgen liefe ]o baft 11 SBörter auffielen. Sit 
berfelben 9E8eife erflären fid^ in V S R bie größeren ober geringeren Slu^loffungen nad^ rag dk 

U 67, n. 2Hi&as II 110, n. ;c«*A«3w^ H 121, n. dvatsOai II 142, n. dk II 148, n. naidaiv 

III 11, n. x^Q^s HI ^8, n. xelevTijoeiv III 64, n. 6 dk III 106, n. nvQlfi IV 75, n. c^tj/ia 

IV 95, n. Tomeov IV 125, n. iMxxeo6/ie9a IV 127, n. tpigayra IV 131, n. ifjmQoa^e IV 183, 
n. T€ IV 199, n. ve&v VI 41, n. diayivc&axojLiev VII 10, n. fivQtA&ag VII 186, n. 
'HQQxkädag IX 26. 3n äl^nlid^er SSkife entftanben bie Süden I 6 (nad^ löfiev unb ^livjt 

I 135 unb 136 (nad^ burridevovai uub naiöevovai), 1 137 (nod^ äika unb äaaajr 

II 176 (nad^ IqoToi unb iUoylßioiot), IV 145 (nod^ furixovreg unb lax6vreg). 

llna^tfam!eitgfel)ler biefer ?(rt finben fid^ — übrigen« in erl^eblid^ geringerer 
anjal^l — freilid^ oud^ in A B, benn bie in biefer §anbf(^riftenflaffe öor^anbenen Südfen ftnb 
faft fämtlic^ ouf bie eben bef|)rod^ene SBeife ju erHaren (fo nod^ fietanoievvTai II 178, 
n. XoQQLOfjämv III 117, n. Mekdyxhuvoi IV 20, n. Afllov IV 33, n. Miaaoa IV 40, 

n. xdfivovtm IV 71). dagegen finb abfid^tlic^e SuÄlaffungen, bereu ftc§ in VBS an größeren 
allein gegen 70 finben, ober gar loilltitrlic^e SSeränberungen, bie ben 3ufammen^ng l^er^ 
fteHen follen, in ber erften §anbfd^riftenftaffe, bereu §aaptoertreter A B finb, fo gut toie 
gar nid^t k)or^anben. 

iRod^ me^r aber afö burd^ fold^e leid^tfertige Sel^onblung bei^ Xe^teS unrb unfer 
iTOigtrauen gegen bie ^anbfd^riften ber ju^eiten filaffe (VBS) unb bie il^r )u grunbe liegenbe 
ätecenfion burd^ bie fiberreid^e Jlnsa^t fold^r ©teQen Derftärtt, in koelc^en mit ma^lofer SBiU« 
!ür in ben i^r angel^örigen ^anbfc^riften, bie Safud, 3)2obi, Xem))ora, Venera verbi 
tjertaufd^t, \o toie für fd^toerere Seöarten leid^tere fubftituiert finb, bereu S5efd^affenl^t fie 
faft auSnal^mSloS als (S^onjefturen beutlid^ erfennen lä^t 

ütad^ biefer ©eite ^in teilt aud^ ber SSinbobonenfid tomn oud^ nid^t alle (f. o. 
@. 6 ff.) fo bod^ gar \Mt ©ebred^en feiner t^amilie. 2)ied u>ar im Sin^nen frfil^r nid^t 
ertmefen, ba bie ©aidforb borliegenbe SSergleid^ung ber äBiener ^anbfd^rift, )aAt ©omperj 
richtig bemerlt l^at, burd^aud ungenügenb toar. Ski^er erfd^ien mir aud^ bejüglid^ ber ^age, 
ob, ev. in toeld^em Umfang ber $Binbobonenfi8 an ben yil^lrei^en ®loffemen ber il^m ber^ 
Ufanbten ^anbf d^riften teil l^at, eine erneute SSergleic^ung beffelben noüoenbig. @ine na^ biefer 
SRid^tung t)on mir im Dortgen 3a^re angefteUte genaue Prüfung be« V l^at mir beftätigt 
(tt)a8 tt^eber auS ©äiSforbS nod^ ©lein« fritif d^em ^parat erfel^en toerben fann), bag genannte 
^anbf^rift in fämtlid^en folgenben ©teilen mit ben toiUßirlid^en Änberungen unb ®loffemcn 
ber bertoanbten ^anbfd^riften R unb S behaftet ift: 



— 14 — 

«ud^ V bietet 

I 21 övvayayfhv (avyxo/jUaag*), 70 äneXfiiaavzo (&JuXoUxto), 85 ei'&fjviq, 
(eßectdi), 128 iac&'&vf (iaadi&t]), 136 /ifjöefilav ßXdßtfv ätjdij (ß^nfjÖB/uIav äatpf), 
185 äyxofil^ovtai (Slv hojuU^covtcu) , 185 naqaxklvaaa (jtagQrelvovoa) , 188 fiovvog 
(fWvvQü), 202 in* aixrlg (bi Sorut^g), 205 ov xar' aiffjv (abx aiv^v), 215 q^agitgag 
fägdig), 216 tnTtoiai (tnnovg). 

II 4 c&c ^/*o2 doxiei ßfwl doxieiv), 21 AveTiiOTYifAOTiQfi (AyemmrjfioveariQri), 
22 vfiv (veio), 26 dtxaeoiy (StaxaUov), 28 änriyrifiEva (Ajttiyfiiva Bekker dTr^^^/i^ö A B), 
30 ^EXeq>avxivriv qjgovQiovai (h *EXe<pavTlvjj q)ßovQeovai) , 50 od d^ dgcjoiv (oi>6* 
^QCDOi), 64 rd ?rdvra /rd äAJlaj> lOi jLiaQT'ÖQiov (xBXfji;fiQU)v), 121 ^aßAtJcTi' (iaeX'&dvTa), 
136 xaxovofiao'&fig (xarovoa^g) , 143 äntjQl'&fitiaav (äjieds^av), 151 alrltfg (ngo- 
volrig), 172 icovrdv (ecovrov), 175 dtd tovto (djro tovtov). 

III 3 TZQeaßvxatov {nQeoßvxeQOv) , 8 ^xdöTov (^xar^^ov), 14 ixlßjtf^aag tov- 
Totöt (hlfirjaag), 16 fiaoxiyovv xbv yivvv**) (ßoaxiyovv), 25 ävaxltjQCO'&ivxeg (dva- 
xXi]Q(6aavxsg), 45 ioc&^fjaav (ioöcA&fjaav) , 51 IjriAcyovrdff (durcd^orrd^), 61 jr^ocA- 
i^dyT€C {piQosQiovxa), 63 äxovaag (etnavtog), 65 ejtQfjaoov {exQVTttov), 78 ^^o- 
"^edfAEVog {nQOfirj'&eöfievog), 88 iXiyexo (Soxe), 148 dtadtdot (^wx^tdov?), 155 ita- 
Xelneiv {diaXiTKov). 

IV 10 TCj5 ^(oax'^Qi (xov C^ax^ga), 14 eXnag {noiiljöag), 15 avxcbv {ain&v), 
18 vifjLOvxai (äveßjiov), 46 ä^tov (dporov), 48 ^iovxeg (lövxeg), 60 jraca (näai), 
64 d^ro^J^^et (djrodc^e«), 72 ansloavxtg {biunrjoavxeg) , 11 Ttinaiaxai (nhiXaaxai), 
78 Adov (ÄAAov), 81 noiiei (jtoUeiv), 83 t«vyvvvat (ffivywada*), 102 imdvxog 
ineXavvovxog) , 105 Xij'&elg (aüxig), 136 iviavxov (ß.gi'&fAOv), 129 ejr^drat (&wrot), 
151 dvfifiio^ovoi {ovßijLuayovai), 178 Adyov (Adyiov), 180 Jiag&ivoi (nag&iyov), 

V 9 {SxrTdrovff {divxdxovg), 16 noXXdg {ovxvdg),'l% xeXtvdfJievai (xaXedfjievai), 
49 dg^dfiEvoi (ägiafjsvoioi) , 67 inalvcov (biioDv), 80 övrccvae ((wvt^m), 91 ö^rd 
Tov Tv^ayvtdi (5jr6 xvgawldog), 92 xgvnxofiivcp {juavxevo/Jiivq}) , 92 i^yort«? 

VI 22 "lioveg* i^I(&vayy), 57 elgtjfiiva (eigtjvala), 70 nogeveo'&ai (nogeiietai), 
75 icovxfp XaßdfiEvog (Jktwxbv Xcoßc&fievog) , 140 pcaraöT^aa? (xaxavvaag), 

VII 2 ^r (ßfij), 23 ^TToJltJg (jroAidff), 25 xaAed/ievö?' (xaXso/zivrjv), blnavxeX&g 
{nav xiXog), 122 änixöjiievog (ämi/jsvog) , 143 nd^og {&iog), 148 (pvXd^ei {aad>aei), 
150 ixaxgaxevec&ai (axgaxeöea'&ai), 154 iaoco'&evxeg (iooay&Svxag), 154 xaxaXS^avxeg 
(xaxaXXd^avxeg), 167 Xeyeiv (Xiyetai), 192 ivavfidxeov (ßvävXöxsov) , 209 nage- 
axevdCovxo {nagaaxevd^oivxo), 218 oidiva (piöev), 220 Soeo^ai {yevSo^ai), 234 djtov- 
ijTordTQ) {&Jtovi]x6xata). 

VIII 1 'EXXfjveg (^EXXijvoov), 13 t6 negieöv (xd Ilegoixdv), 15 jra^a- 
oxevaod/ievoi (nagaxeXevodfJLevoi), 27 tov r^e^rddog (rdv xgmoda), 40 xaxaaxeXv 
(xaxloxBi^t 41 o^c^e (Sq>iv), 46 nXe^aavxog (aTteöoavxog), 60 avrd? (aÄrotJff), 61 xaAd 
(xoxd)^ 68 xaxlaxfj yevojLiivfj — dnode^a/iivi] {xoHlmtjv yevo/iivfiv — oTtode^a-' 



' *) ®ie in Iticmtmem eingefd^loffenen Sedotien fhtb oon A B überliefert unb als bie urf|>rttns(id^en 
onjttfel^en. 



«« 



) S vixw. 



— 16 — 

lAhriv), 109 AvimElAaag {dauMaag), in bemf. (Sop. xatafAelvavres {xaxajMlvavtag), 
111 ;fßi7orot5ff {dxQT^orovg), 140 inoloei {in* ohi), 143 ilev&eQltiv oxenröfievoi 
(üev^BQlijg yhx6fA€voi). 

IX 12 aixol (avxiljv), 18 HvxXc&oavteg (m)xvc&oavreg), 26 jioAAoi;? (äX^oi;c)> 
37 avyxexfOQtffiivov {pvyxexvQVifAivov), 47 rd evdjvvfjLOv (tov eboDvö/JOv), 57 1?«/^ 
(l^elfi), 70 iq)QdCovro {iq>QdSavro) , 70 Infjeoav {Anc^oav), 71 jrcJvTeff (jrdvtaff), 
84 inovoo'öfievog {vneXdfievog), 93 inolrjae (ßn^ioe), 116 jzoiicDv (voicDv), in bcmf, 
(Jap. ah^aag (yq)eX6fiBvog), 

S3ei mand^cn Schatten bc8 V nnb bcr il^m tocrtoänbtcn §anbfci^riften lonn man 
jtorffdl^aft fein, ob fic auf äbfid^t ober SBcrfcl^cn berufen, (j. S9. I 190 ineqiXafine 

{inilafÄJie), 191 oä jLtdv {pvd* äv), 

II 36 ^riQ(bvTai {jS^QcbvzaC), 129 inddeiv {äjiadeiv), 132 Ifidvti [dfjuiti), 169 
olxeTa (plxla), 175 o? d^ rtrcc (^^ d^ Tivcg). 

III 26 (pvy^g (cpvXtjg), 

IV 44 äXXoiai xe {fiXkovg xe), 111 ßovXo/u^ivoioi {ßovkevofiivoioi), 125 Tctay- 
jxevovg {xeroQaxfj^ovg) , 130 dyecjjJrro (dve^aro), 134 dcJfaito (dcifac x6), 187 rg^a* 
x^0Td9:70eat (rowjt xQordtpoiai), 199 ;|^c6^ac (cSga?). 

V 81 'A&rjvaioi (ßrißatoi), 82 l^viliy^ (ftJAcw), 87 yd^ (5^), 92 SfinoQOi 
{gfmeiQoi), 102 aTiOßd^vTa (afo'ed^a), 111 yevd/iievog (yivog fiiv). 

VI 9 xaxd^Bi {xaxiiei), 39 xaxaXajuipd/jievov (xaxaXa/itpö/jterov), 57 xf&ivxcov 
(xtr&Svxo)v), 70 <pi^öag {(pdg), 126 avxoToi (ßv xöioi), 140 Inv'&ovxo (ßnei&ovxo). 

VII 9 dA?yi?ßeff {idixtrig), 26 Trc^ccAddyTOff (^r^^t iX'&övxag), 83 ßico'&elg 
{ßirf&ek)» 149 dvvovxog (Övvxog), 167 cSde (cSö«), 187 neQiloxaxai {naQixnaxai), 205 
SA^a (pQoviovxeg (äXXo (pQoviovxsg) , 209 yiqag axevd^ovxai {jtaQaoxevdCovxai) , 226 
ne^'&6/ji€vov {jw&öjjsvov), 228 xXeixoTo (xXeivoTo), 

VUI 4 Iff Tovff (& rrfg), 49 jLievSovxeg (juiv Idvxeg), 97 iTildrjfiog {jbildrjXog). 
IX 7 fifjvvovai (jirjviovoC), 40 /^dAtara (/idAa); 45 SXoijiii {l&iXoifu), 92 ngofjyev 
{ngoa^ye), 118 ^dr d^ (^dr ^diy). 

®icfc SBIütcnlcfc licfec ft(^ burd^ minbcftcnS cbenfo öicic Scif))iclc Icidftt öcrbo|)pdn, 
bod^ tocrbcn bic angcfüi^rtcn, l^offe id^, au^reid^cn, um ba^ SBcrtocrfiältnig bcr längeren Sie* 
cenfton ber älteren gegenüber richtig ju ftellen. 

SBürben 6obet unb ®om:per5 eine ?lu*gabe be^^erobot bearbeiten, bie fid^ an bie 
ben §anbfd^riften VßST ju grunbe liegenbe IRecenfion anfc^Iöffe mit allen i^ren Südten, 
U^intürlid^en SluSlaffungen unb Interpolationen, SafuS^, Sßobui^t)erönberungen, 
©loffemen, id^ fürd^te, fie tofirben biefelbe fd^Iimme ©rfal^rung ma^n toie einft feiner QAt 
Stein, ber in ben erften Auflagen feiner eriSärenben $(ui^gabe ben Xe£t ebenfalls (loie |e$t 
ßobet unb ©omperj gettnHt finb) auf biefe Sfecenfion begrünbete, aber fpätcr, nad^bem er 
feinen Srrtum erlannt unb offen eingeftanben , in feinen neueren fritifd^en toie erfiärenben 
ausgaben bie Siecenfton ber anberen $anbfd^riftenf(affe unb i^rer beiben ^auptDertreter (AB) 
mit SRed^t beborjugt l^at. 3)od^ glaube id^ mid^ ber Hoffnung l^ingeben ju bfirfen, bag @obet 
toie ©omperj, burd^ fein 89eifpiel belehrt, nid^t nod^matö in benf elben ^^ler DerfaJDten n^erben. 

Sßenn aud t>orfte]^enber Setoeidffil^rung. fid^ mit @k)ibens ergiebt, ba^ ber Se^t beS 
^erobot im Slnfd^Iug an bie ältere JRecenfion unb bie bon il^r audge^enben ^anbfc^riften ju 
cottftitttieren ift, bereu ©auptberträer ber SWebiceuä (A) fo. »ie ber ^offioneu» (B) fiitb, 



— 16 — 

\o ün xäi bod^ )mt bat)on entfernt, f&mtlid^ fieSarten berfetben, bto§ allem bedl^atb toeü 
fie btefer SRecenfton angel^ören, ol^ne StuSnal^me ben SSorjüg ju geben; fd^on in frü^n Üb* 
l^anblungen glaube id^ ^ur ©enüge bargetl^an ju l^aben, bag ber nid^t u^getel^tte Sieboctor 
jener ^toeiten 9{ecenfton öfter üerbörbene ©teQen atö fold^e rid^tig erfannt unb }moeilen aud^ 
glädSid^e emenbtert \)at, indbefonbere ba, tpo ed ftd^ um bte SBerbefferung t)on Sd^retbfel^Iem l^ans^ 
beltc. ©0 finb ber ©teilen nid^t gar »entge, too eine unbefangene Prüfung ben Se^arten 
ber öon einer jtoeiten (fpätcren) SRecenfion au^gel^enben Jpanbfd^riften (inäbefonbere be^ VRS) 
einen l^ö^cren SBert juerfenncn toirb afö benen ber älteren SRecenfion. derartige ©teilen finb 

bcif<)iefötOcife au^ bcm erften 8ud^ c. 80 avrtjg {airov A B), 87 fiiv {avröv*), 91 olog 
re {oUv Tfi), 119 evxvxta (eSrrxa), 120 fpXavQov {(pavXov), 129 delv {diov), 192 
'Attixov {'Arrixfjg), 193 noievvrai (noieuvreg), 207 Tzäaav (näod), 8lud^ in ben übrigen 

ad^t Sudlern ift bie gal^I berartiger ©teilen, auf toeld^e obige Scl^au|)tung jutrifft, minbeften« 
ebenfo grofe. 2Ran bergleic^c II 19. 79. 124. 141. 144. 181. III 6. 7. 41. 80. 97. 98. 130 
IV 18. 22. 44. 72. 81. 124. V 52. 75. 85. 93. VI 33. 125. VII 1. 6. 11. 18. VIII 5. 26 
41. 46. 118. 128. IX 10. 12. 76. 116. 

SBenn in ben le^tgenannten ©teilen bie urf))rünglid^en Sei^arten bon ben ber jüngeren 
SRecenfion angel^örigen §anbfd^riften VRS gemeinfam überliefert finb, fo ^at anbrerfeitg ber 
im übrigen (toie oben ertoiefen) pd^ft unäuüerläffige ©ancroftianu^ (8) einige äRale einjig 
unb allein öon aEen §anbfd^riften ba^ 9iid^tige benwl^rt (ober burd^ glüdEIid^e SSermutung 
l^ergefieHt**). 3)af)in red^ne id^ ©teilen toie V 52, ttio in fämtlid^en übrigen §anbfc§riften 

gelefen toirb: ht dk ravrfjg t^^g 'AQßuvirjg ioßdXiovteg ig rijv MauYivrjv yfjv ora9juol dm 

r&jö€Q€g. Slur S allein bietet ftatt iaßdXkovreg baS jtoeifello^ rid^tige ioßdXXovTi. 

3n gleid^er SBeife l^at III 80 S allein bie rid^tige ße^art erlitten. S)ort bieten 
alle übrigen §anbfd^riften: x^^'' ^^ (^ fwvvagxog) JoXai xaxiarotai tmv äaraw, dmßoläg 
dk ägiarov hösxeo'&ah nur in S allein ift ber rid^tige iRominatiö {&Qunog) überliefert, 
©benfo l^aben faft aUe Herausgeber VII 200 mit Sle^t ber öon S allein überlieferten SeSart 
äfm^ixög yaQ fila fiovvri diöfxrixai ben SSorjug gegeben; in ben ber älteren Siecenjton ange^ 
l^iJrigen ^anbfd^riften (AB) ift ijda ganj auSgelaffen, in PR bie SBortfteHung unrid^tig 

Hierher gel^ören aud^ bie ©teilen III 95 unb IV 85. 3n ber crfteren ift, toie bie 
S3ered§nungen Don 9Rommfen unb ^ultfd^ ergeben (man üergleid^e bie Slnmerhtng ju biefer 
©teile in meiner erflärenben Aufgabe SBanb II p. 106), bie üon S gebotene Sei^rt: rd fikv 

6^ &QYVQIOV rd BaßvXd>viov 7tQ6g rd EvßoXxdv ovfißaJMfxevov rdixivrov ylvetai dyöcbxovra 
xal dxraxöaia xal dvaxioxOda rddavra bie allein rid^tige. Sllle Übrigen ^anbfd^riften 
bieten rsacsQdxovra xal nevraxöoia (ftatt dydcoxovra xal dxraxöoia), bütd) toeld^e SeSart 

fid^ ein unrid^tigeS Slefultat ergeben toürbe. 2)od^ foK nid^t unertoä^nt Ueiben, ba^ 8 baS 
9äd^ge erft burd^ eine SSerbefferung (übrigen^ t)on erfter ^anb) in ben %tjct gefegt fyit (mit 
ber entfit'^ed^^^^^ SSud^ftabensufornmenftellung &o}' n' am Staube). 

9äd|t minber t)erbient IV 85 (tt)o ton ber größten 83reite bed mivrog ESietvog bie 
dhAt ift) — rd dk eÜQog, tfj d)Q6raxog aikög iowrov, ordiioi XQirixöaioi xal rqu^xilioi-^ 

bie in 8 ebenfaUd burd^ SorrdEtitr rid^tig ^ergeflellte Sedart rQirjxdaioi ben 83orpg )>or ber 
Sedart aller übrigen fpanbfd^riften (öt^xdimi). . . 

*) 2)ie in 5Hammem eingefd^loffenen l&edavten fhtb burd^ A B üBerliefevi 
**) 2>arauf gvänbet fid^ bad neHnbingd 9dn ^ertoetben in feinet ifetiifcQen SKudgofte ^lec ben 
6ancroftianud aud$$ef|>vo(l^ene UrteiC (8 Gantabrigiensis, param vetasi sed non pronaa oontemnendas.) 



— 17 — 

S)en genannten ©teilen, in n^cld^en ben SeSarten ber jüngeren ^anbfd^riftenfamUie ber 
93or2Ug gegeben tperben mug, liefen \\(i) nod^ gar mand^e l^iniufügen, bod^ bebarf ei^ ber^ 
felben laum, ba btefe t^rage bereite in meiner Sbl^anblung de codicam Herodoti fide atque 
aactoritate p. 9—12, toie id^ l^offe, cnbgültig entfd^ieben .ift. Shir ein ^unft möge im 5Sn^ 
fd^tug an bie eben erörterte f^rage ^ier fnrj noc^ @m)ä^nung finben. 

Äud^ Stein ^at in feiner neueften fritifd^en Searbeitnng (SBerl. SBeibm. 1884) ben 
Se^arten ber jüngeren {Recenfton (Vertreten bnrd^ VBST) an mand^en ©teQen ben SSorjug 
gegeben; id^ bin tt)eit bat)on entfernt, il^m ^ierauÄ einen JBortourf ju mad^en, glaube öielmel^r 
nad^ biefer ©rite l^in nod^ toeiter ate Stein gelten ju foHen. S)erfelbe nrigt fid^ ber Slnfid^t 
in, baJ3 bie Sedarten ber jüngeren SRecenfion nur i^ bem ^aU ^Injprud^ auf SBerüdEfid^tigung 
ergeben lönnen, toenn biefelbcn in ben 5ßarifer §anbfc^riften (P) eine ©tü^e fänben. 3d^ 
fann biefe ©efd^ränlung nid§t anerfennen. 9?a^ wie öor l^atte id^ meinerfritg an ber mir feit 
mel^r atö 20 3at)ren feftfte^enben unb öon niemanbem Wiberlegten Slnfid^t feft, baß fämtlid^e 
5ßarifer §anbf d^riften, barunter aud^ SRr. 1633, einer aWifd^Kaffe ange^ren, toeld^e !dnen 
felbftänbigen SBert beanfjjrud^en barf, ba il^re Sedarten balb mit benen ber erften, balb mit 
benen ber jweiten §anbfd^riften!laffe überdnftimmen. S)al|er bin id^ ber STOeinung, baß an 
einer ganjen Mei^e öon ©teQen aud^ o^ne jene angeblid^e ©tü^e bie Sedarten ber 
jüngeren JRecenfion, »o fie ed nad§ ben feftftel^enben ®runbfä§en ber firitif in SBirHid^frit 
t)erbienen, in ben Xejt aufgenommen werben muffen. Sejügli^ ber grage nad^ bem SBert ber 
5ßarifer §anbf^riften (indbefonbere bed Paris. Nro. 1633) fo Wie i^rem ißerl^ältnid ju ben 
beiben §anbfd^riftenHaffen fann id^ mid^ auf bie oben ritierte SRecenfion ber ©teinfd^en 
feitifd^en äudgabe (1884) bejielien, weld^e fid^ in ber berliner ))l)iIoIogifd^en SBod^enfd^rift 
t). 3. 1885 ©. 1091 ff. finbet, fo wie auf bie me^rfad^ genannte Slblianblung de Herodoti 
codicam fide atque auctoritate p. 38 ff. 2)o^ wiQ id^ bei biefer (Gelegenheit ergänjenb in 
Übereinfiimmung mit bem ©rgebnid meiner früheren gorfd^ungen, baß bie ?ßarifer §anbfd^riften 
famt unb fonberd für bie Äritif unfered ©d^riftftellerd öon gar feiner ober l^öd^ft geringer 
SBebeutung ftnb, l^ier jum ©d^Iuß nur nod^ anffil^ren, baß aud^ bie ?lrt, wie ©trin bie Sed* 
arten ber ?ßarifer ^anbfc^riften angiebt*), ju unrichtigen SBoraudfe|ungen fül^ren lann. SRad^ 
ber Don il^m beliebten SJiet^obe ber SSariantencitierung muß ed ben Slnfd^ein gewinnen, ald ob 

5. S. bie rid^tigen Sedarten Tigofidiato (l 61), tovto (1 90), inhexa (1 108), ioarndv (I 116)^ 
Kawlovs (I 171), xal iwv (II 72), '9vcDßjuirwv (II 86), dia^^S^iag (III 12), xaredrjjLiivaug 

(VI 133) u. a. öon ben ^ßarifer ^anbf^riften allein überliefert feien. S)em ift in SBirflid^^ 
feit ttid^t fo, benn jiQojiiiato, xomo, inhexa bietet aud^ ber SRemigienfid (R), dux^^^eiag 
SRemigienftd unb ©ancroftianud (S), iojmdv, xal t&p, '^(o^oyv ©ancroftianud unb SBinbo^ 
bonenftd, Kawlovg qud^ ber Sldceüianud (K), enblid^ xaxedrifihovg aud^ ber SSinbobonenfid. 
6d fann alfo auf berartige ©teilen rine Seöorjugung ber ^arifer §anbfd^riften nid^t 
begrunbet Werben. SBenn biefelben aud^ in Ubereinftimmung mit anberen §anbfd^riften 
5uweilen bad SRtd^tige bieten, fo wirb bod^ baburd^ mein im SSorl^erge^enben über biefelben 
audgef))rod^ed Urteil feinedwegd umgeftoßen. 



♦) CergL 6. 2. 



\